Nichts ist wie es scheint oder doch? – Geschenkpapier!

Knister, raschel, glänz – Es ist wieder soweit, die Geschenke werden mit schick bedrucktem Papier umwickelt. Ich habe mich kurz in der Wichtelwerkstatt umgehört, was wohl das schönste Geschenkpapier sei. Hätte ich es mir nur gespart, diese Frage zu stellen. 10 befragte Wichtel, 10 unterschiedliche Antworten. Daraus wird keiner schlau.
Jedoch ein Thema eint: Geschenke mit originellem Geschenkpapier sind toll. Wichtel Paul findet Zeitungspapier großartig. Und seine Begründung ist witzig, da hat man zwei Geschenke in einem. Vor dem Auspacken noch etwas lesen steigert die Vorfreude ungemein. Wichtelline Anne, die gerade die Weihnachtsbriefe an euch verfasst, liebt es extravagant. Geschenkpapier aus Stoff, der danach weiter verwendet wird. Keine schlechte Idee oder?

Apropos Geschenkpapier! Woher kommt es eigentlich? Und wann wurde es zum ersten Mal verwendet?
Da musste unser lieber alter Rotrock befragt werden. Der Weihnachtsmann muss es ja wissen. Wenn nicht er, wer sonst? Da auch der Weihnachtsmann nur ein Mensch ist, kann ich nicht genau sagen, wie viel von seiner Geschichte über das Geschenkpapier wahr und was seiner Fantasie entsprungen ist. Aber die Geschichte geht so:

Im alten China, zu Beginn des 2. Jahrhunderts, gab es einen Papierschöpfer, namens Chin Pa Pier. Er war den gesamten Tag damit beschäftigt, dass gerade entdeckte Papier für alle möglichen Dinge zu Nutze zumachen. Des Nachts, saß Chin vor einem Bogen Papier und bemalte ihn mit den herrlichsten Farben. Die Farben verliefen ineinander zu einem gar wundervollen Muster. Leuchtendes Gelb paarte sich mit purem Rot, Smaragdgrün und Azurblau schafften ungeahnte Kontraste. Voller Begeisterung schwenkte der Meister den Bogen Papier, gab hier und da Farbe hinzu und ließ fortwährend andersfarbige Muster entstehen. Der Morgen verdrängte langsam die Nacht und die Strahlen der aufgehenden Sonne küssten die schlafende Stadt zärtlich wach. Zu dieser frühen Morgenstund schlief Chin ein.

Er erwachte als die Sonne ihren höchsten Stand erreichte. Heiß und trocken stand die Luft im Zimmer unseres Papierschöpfers. Schweiß ran über seine farbbefleckte Stirn. Er richtete seinen Blick auf seine nächtliche Arbeit. Wie groß war die Freude, als er sein nächtliches Werk von Nahem besah. Die Farbe war getrocknet und bedeckte das Papier in voller Gänze. Nicht bräunlich wie das herkömmliche, sondern in den schönsten Farben leuchtete das Papier. Nun überlegte Chin, wofür er sein Papier nutzen könne.

Da es sehr heiß war öffnete er das Fenster. Ein starker Luftzug pustete durchs Zimmer, erfasste den farbenprächtigen Bogen Papier und trug ihn durch das Arbeitszimmer geradewegs in die Wohnstube des Papierschöpfers. Schnell rannte Chin hinzu und wollte ihn fangen. Doch zu spät! Das Papier hatte sich bereits um eine der Vasen gewickelt. Aber wie sonderbar, gab es doch der Vase ein neues Antlitz, schön und geheimnisvoll. Als Chin das sah kam ihm eine Idee, er preiste die letzte Nacht, den Morgen und alle folgenden Tage. Chin hatte das Geschenkpapier erfunden.

Was meint ihr?

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